Zwischen antiken Säulen und Meeresrauschen, ein Spaziergang in eine andere Welt

Veröffentlicht am 27. Februar 2026 um 15:00

Side Antik Kenti, Manavgat, Antalya

 


Der Spaziergang durch die Ruinen der Side Antik Kenti ist eine eindrucksvolle Verbindung aus Kultur, Küstenlandschaft und mediterraner Atmosphäre. Auf rund 3,8 Kilometern entfaltet sich eine abwechslungsreiche Route durch monumentale Bauwerke, stille Ruinenfelder und entlang des türkisfarbenen Mittelmeers. Mit nur geringen Höhenunterschieden eignet sich die Tour hervorragend für eine intensive, aber entspannte Entdeckungsreise.

Ankommen im historischen Herz der Halbinsel

Der Startpunkt liegt im Zentrum von Side, dessen Altstadt sich auf einer schmalen, weit ins Meer ragenden Landzunge befindet. Bereits beim Betreten des archäologischen Areals wird deutlich, welche Bedeutung diese Stadt einst hatte.

Breite Steinwege, antike Säulenbasen und massive Mauerreste lassen die einstige Struktur der römischen Hafenstadt erkennen. Der Weg ist gut begehbar, überwiegend eben und führt direkt hinein in das historische Gefüge aus Wohnvierteln, Handelsplätzen und öffentlichen Gebäuden.

Die kolonnadengesäumte Hauptstraße

Ein besonders markanter Abschnitt der Wanderung ist die ehemalige Hauptstraße, gesäumt von Säulenfragmenten und Fundamenten antiker Gebäude. Hier lässt sich der Grundriss der Stadt besonders gut nachvollziehen.

Man wandert über jahrtausendealte Pflastersteine, die noch immer die Spuren intensiver Nutzung tragen. Zwischen den Ruinen öffnen sich kleine Freiflächen – einst Innenhöfe, Läden oder Treffpunkte des öffentlichen Lebens.

Der nahezu flache Verlauf mit lediglich rund 17 Metern Anstieg und 22 Metern Abstieg macht das Erkunden angenehm und ermöglicht es, sich voll auf die historischen Details zu konzentrieren.

Das monumentale Amphitheater – Bühne der Antike

Im Zentrum der Anlage erhebt sich das beeindruckende romanische Amphitheater. Es zählt zu den größten Bauwerken seiner Art in der Region und dominiert die Umgebung mit seiner massiven, halbkreisförmigen Tribüne.

Beim Betreten des Innenraums wird die Dimension der antiken Baukunst spürbar. Mehrere tausend Zuschauer fanden hier Platz. Die steil ansteigenden Sitzreihen eröffnen einen weiten Blick über das Ruinenfeld und vermitteln ein Gefühl für die kulturelle Bedeutung der Stadt.

Dieser Abschnitt lädt zu einer längeren Pause ein – nicht nur wegen der beeindruckenden Architektur, sondern auch wegen der besonderen Akustik und Atmosphäre.

Agora und städtisches Zentrum

Unweit des Theaters liegt die ehemalige Agora – das wirtschaftliche und gesellschaftliche Herz der Stadt. Hier befanden sich einst Marktstände, Verwaltungsgebäude und Versammlungsorte.

Heute zeugen noch Grundmauern und einzelne Säulen von der ursprünglichen Struktur. Beim Durchqueren dieses Areals wird deutlich, wie durchdacht und organisiert die Stadtplanung war.

Die Wanderung führt in sanften Bögen durch dieses offene Gelände, wodurch immer neue Perspektiven auf Theater, Stadtmauer und Küstenlinie entstehen.


Bis zu 2 Stunden und 300 Höhenmeter. Für alle Fitnesslevel.Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Entspricht etwa SAC 1.


Übergang zur Küste – das Licht wird weiter

Langsam nähert sich die Route dem Meer. Das Rauschen der Wellen wird hörbar, die Luft salziger. Zwischen den Ruinen öffnet sich der Blick auf das tiefblaue Wasser.

Hier ändert sich die Stimmung spürbar: Von der dichten Bebauung der antiken Stadt geht es hinaus in eine offene, lichtdurchflutete Küstenlandschaft zum Hafen und ein Spaziergang über die Mole lädt ein, um das Rauscgen der Brandung zu genießen. 

Der Apollon-Tempel am Wasser

Einer der eindrucksvollsten Punkte der Wanderung ist der Tempel des Apollon. Direkt am Ufer gelegen, stehen noch mehrere korinthische Säulen aufrecht – ein ikonisches Motiv der Region.

Besonders in den späten Nachmittagsstunden entsteht hier eine außergewöhnliche Atmosphäre. Das warme Licht reflektiert auf dem Meer, während die weißen Kalksteinsäulen in goldenen Tönen leuchten.

Dieser Ort verbindet auf einzigartige Weise Geschichte und Natur. Der Tempel markiert zugleich einen emotionalen Höhepunkt der Tour.

Küstenweg mit mediterraner Weite

Vom Tempel aus verläuft der Weg entlang der Uferlinie. Der Blick schweift über das offene Mittelmeer, Möwen kreisen über den Booten im kleinen Hafenbereich.

An klaren Tagen erscheint die Küste besonders kontrastreich – türkisfarbenes Wasser trifft auf hellen Kalkstein und warme Erdtöne. Einige Bars und Cafes säumen den Weg und laden zum einkehren ein.

Der Untergrund wechselt hier zwischen festen Wegen und leicht sandigen Abschnitten. Die Strecke bleibt jedoch weiterhin einfach und ohne nennenswerte Steigungen.

Historische Bedeutung der Hafenstadt

Die antike Stadt war ein bedeutender Handelsplatz im Süden der heutigen Türkei. Durch ihre Lage nahe Manavgat entwickelte sie sich zu einem wichtigen Umschlagplatz zwischen Anatolien und dem Mittelmeerraum.

Die Mischung aus griechischen Ursprüngen und römischer Architektur prägt das Erscheinungsbild bis heute. Tempel, Theater und Stadtmauern zeugen von wirtschaftlicher Stärke und kultureller Blüte.

Atmosphäre und Erlebnischarakter

Diese Wanderung ist weniger sportlich herausfordernd als vielmehr atmosphärisch intensiv. Der Wechsel zwischen engen Ruinenpassagen und offenen Küstenabschnitten sorgt für Abwechslung.

Die Nähe zum Meer bringt eine konstante, angenehme Brise. Zahlreiche Fotomotive entstehen entlang der gesamten Strecke.

Die Tour eignet sich hervorragend, um Geschichte bewusst und in eigenem Tempo zu erleben.

Tour im Überblick

Länge: ca. 3,8 km

Höhenmeter: ca. 17 m Aufstieg / 22 m Abstieg

Schwierigkeit: Leicht

Dauer: ca. 1,5–2 Stunden (mit Besichtigungen)

Untergrund: Antikes Pflaster, feste Wege, sandige Küstenabschnitte

Beste Tageszeit: Später Nachmittag / Sonnenuntergang

Besonderheit: Kombination aus archäologischer Anlage und Küstenpanorama

Fazit

Der Spaziergang durch die antike Stadt Side ist eine eindrucksvolle Zeitreise entlang antiker Monumente und mediterraner Horizonte.

Auf kompakter Distanz bietet sie eine außergewöhnliche Dichte historischer Bauwerke, kombiniert mit entspannten Meerblicken. Wer Kultur, Fotografie und leichte Bewegung verbinden möchte, findet hier eine ideale Route – eindrucksvoll, atmosphärisch und nachhaltig beeindruckend.

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