Warum weit weg, wenn auch hier zu sehen ...

Veröffentlicht am 20. Januar 2026 um 13:04

🇩🇪 Seltene Polarlichter über Aachen, Rhein-Erft-Kreis und dem übrigen NRW

 


In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar ereignete sich in der Grenzregion Aachen sowie im Rhein-Erft-Kreis und im übrigen NRW ein für diese geografische Lage äußerst seltenes Naturphänomen: Polarlichter waren sichtbar. Ausgelöst wurde das Ereignis durch eine Phase besonders intensiver Sonnenaktivität. Ein starker Sonnenausbruch schleuderte große Mengen geladener Teilchen in Richtung Erde. Als diese auf das Magnetfeld unseres Planeten trafen, kam es zu einem ausgeprägten geomagnetischen Sturm, der die sogenannte Aurorazone ungewöhnlich weit nach Süden verlagerte.

Unter günstigen Bedingungen – vor allem bei zeitweise klarem Himmel und vergleichsweise geringer Bewölkung – konnten Beobachterinnen und Beobachter in der Region Aachen und im Rhein-Erft-Gebiet das Leuchten am Nachthimmel wahrnehmen. Die Erscheinung zeigte sich überwiegend als diffuser, leicht flächiger Lichtschimmer mit grünlichen und stellenweise rötlichen Farbtönen. Besonders deutlich war das Phänomen in dunkleren Bereichen außerhalb geschlossener Ortschaften zu erkennen. In stärker beleuchteten Stadtgebieten blieb das Polarlicht für das bloße Auge oft nur schwach sichtbar, ließ sich jedoch mit Kameras oder Smartphones im Nachtmodus gut festhalten.

Der zeitliche Schwerpunkt der Sichtungen lag in den späten Abendstunden des 19. Januar sowie in der ersten Nachthälfte des 20. Januar. Die besten Beobachtungsbedingungen bot ein freier Blick in nördliche bis nordöstliche Richtung. Viele Menschen wurden erst durch Hinweise in sozialen Medien oder durch auffällige Himmelsveränderungen aufmerksam und verfolgten das Schauspiel spontan.

Polarlichter sind in Mitteleuropa nur bei sehr starken geomagnetischen Stürmen sichtbar und treten hier entsprechend selten auf. Umso größer war die Begeisterung in der Region, wo ein solches Ereignis für viele Beobachtende eine einmalige Erfahrung darstellte. Die Nacht vom 19. auf den 20. Januar wird daher als außergewöhnliches Beispiel dafür in Erinnerung bleiben, wie dynamisch und eindrucksvoll die Wechselwirkung zwischen Sonne und Erde sein kann – selbst fernab der polaren Breiten.

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